Roßlau – ABM-Kräfte beenden nutzloses Trassendasein Ursprünglicher Zustand des Geländes wird wiederhergestellt

DEMONTAGE / Start ABM-Kräfte beenden nutzloses Trassendasein Ursprünglicher Zustand des Geländes wird wiederhergestellt Roßlau/MZ/rie. Am Wochenanfang begann im Roßlauer Stadtgebiet die Demontage der seit Ende 1992 nicht mehr genutzten Fernwärmetrassen vom Schäferberg-Heizhaus. Mit dem Rückbau beauftragte die Stadt Roßlau als Trassen-Eigentümer die Dessauer Arbeits-,Beschäftigungs- und Strukturförderungsgesellschaft mbH (DABS) und schuf damit für 30 ABM-Kräfte für etwa ein Jahr Beschäftigung. Demontiert werden zwei Fernwärmestränge: Zum einen die 1 850 Meter lange Trasse vom Schäferberg bis zum Zaun des Elbewerkes, zum anderen die 750 Meter lange Leitung vom Impfstoffwerk Tornau bis zur Eisenbahnlinie. Der erste Bauabschnitt verläuft vom Elbewerk bis zur Waldstraße. Dabei übernimmt die DABS sowohl den Rückbau der Rohrbrücken, als auch den Abriß der Betonfundamente. Insgesamt fallen bei der Demontage etwa 1 500 Tonnen Stahl, 300 Kubikmeter Schlackewolle und 3 000 Quadratmeter Altblech an. Zu dem zu entsorgenden Bauschutt gehören auch die Betonfundamente, die wiederverwertet und erneut zum Wegebau eingesetzt werden können. Mit dem Verfüllen der Fundamentlöcher wird der ursprüngliche Geländezustand wiederhergestellt. Die Eigentümer aller an die Trasse grenzenden Grundstücke waren von der Stadt gebeten worden, den Demontagetrupps den Zugang zu ermöglichen, informierte die Roßlauer Stadtverwaltung. Die Gesamtkosten für Demontage und nachfolgende Renaturierung liegen bei etwa 1,4 Millionen DM, von denen die Stadt Roßlau einen Eigenanteil von 217 700 DM aufzubringen hat.

ROS

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 06.05.1994 Seite 15